Heute, 20 Jahre später, erinnern die bemalten Mauerreste – inzwischen eine beliebte Sehenswürdigkeit – an all jene, die ihr Leben verloren haben und an diejenigen, die für eine Zukunft ohne Mauern und Stacheldrahtzäune gekämpft haben. Jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, steht eine solche Teilung außer Frage. Man möchte sehen, was vor sich geht und informiert sein.
Von Ost nach West und von Norden bis Süden keimt große Hoffnung auf. Fotos und die neuen Kommunikations- und Transportmittel tragen dazu bei, unsere Welt stets ein bisschen transparenter und multikultureller zu gestalten. Und dennoch klingt die Musik der Freiheit für viele Menschen, die aus ihren wirtschaftlich oder politisch benachteiligten Regionen fliehen immer noch schmerzhaft – egal ob es sich um Flüchtlinge aus Ceuta oder Melina, Calais oder Malta handelt, um Mitglieder der Europäischen Union oder des Schengen-Raums.
Wenn Europa bereit ist, sein politisches Projekt in Angriff zu nehmen, dann hat es das Potential die – wie man sie bezeichnen könnte – gläsernen Vorhänge endlich zu Fall zu bringen. Europa kann den Sinn der Grenzen neu definieren: Und wir sollten diesen Prozess unterstützen.