Das Ende des Mittelalters eröffnete neue Möglichkeiten.
Erasmus, der Humanist unter den Humanisten, ist Symbol dieser an literarischem, künstlerischem und wissenschaftlichem Austausch so reichen Periode.
Er ist sozusagen die Seele der Republik der Geisteswissenschaften, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Europa entsteht. Sein intellektuelles Werk, seine Reisen und seine Briefwechsel machen ihn auf dem ganzen Kontinent bekannt. Genau deswegen entscheidet sich Europa mehr als vier Jahrhunderte später, als man gerade dabei ist an die glorreiche Vergangenheit anzuknüpfen, dafür, das neue Mobilitätsprogramm nach dem Niederländer Erasmus zu benennen.
Das war im Jahre 1987.
Heute wollen wir herausfinden, wie den Austauschprogrammen eine neue Richtung gegeben werden kann. Denn Erasmus kränkelt. Alles in allem läuft das Programm sehr gut aber doch nicht so gut, wie es könnte. Im Jahr 2012 sollen 3 Millionen StudentInnen am Mobilitätsprogramm teilnehmen. Doch um dieses Ziel erreichen zu können, müssen erst die momentanen Blockaden überwunden werden.
Die Mühe lohnt sich. Das Lied « Sul tetto del mondo » von Martino Reggiani, ehemals Erasmus-Student, beschreibt auf wundervolle Art und Weise, welch einzigartige Chancen die Mobilitätsprogramme bieten. Genau deswegen müssen wir alles daran setzen, noch mehr StudentInnen das Reisen noch leichter zu machen. Reisen - wie es der junge Sänger in seinem Lied beschreibt - …zum Dach der Welt.