generation112
Accueil
Envoyer à un ami
Version imprimable
Augmenter la taille du texte
Diminuer la taille du texte
Partager

8. Menschenhandel

Den "Männer- und Frauenfrieden" verabschieden



8. Menschenhandel
Die französische Juristin und Forscherin Marcelle Lacub, auch bekannt für ihre Theorien zur sexuellen Revolution, stellt die Frage: „Sagt man etwa, die Sklaven in Amerika waren Landwirte, weil sie Baumwolle pflückten? Nein. Deswegen ist auch eine Frau, die gezwungen wird, sich zu prostituieren, eine Sklavin der Prostitution“.

Auch wir müssen uns ins Bewusstsein rufen, dass in Europa jährlich zehntausende Frauen auf dem Prostitutionsmarkt verkauft werden 1). Von Riga über Amsterdam bis nach Prag – Europa muss endlich geschlossen handeln. Gerade weil in Europa so sehr für die Gleichheit zwischen Männern und Frauen gekämpft wurde darf uns das Schicksal der europäischen Frauen und jungen Mädchen nicht egal sein. Solange Männer und Frauen Ihresgleichen kaufen, verkaufen und ausnutzen, indem sie sie zur Prostitution zwingen, kann Gleichheit nicht erreicht werden.

Der aus der skandinavischen feministischen Bewegung der 1970er Jahre hervorgegangene Neo-Abolitionismus steht in Europa aktuell im Zentrum der Debatte. Dahinter steckt die Idee, die Nachfrage auf dem Prostitutionsmarkt zu verringern. Zuvor musste nämlich festgestellt werden, dass jegliche, im umgekehrten Sinn betriebene Politik nicht zu einem Rückgang des Menschenhandels mit jungen Frauen und Männern geführt hat.
Konkret heißt das: Anstatt die Opfer der Prostitution zu Verbrechern zu machen sollten eher die Freier und Zuhälter gerichtlich und finanziell bestraft werden.

Es wäre also angebracht, das Gesetz „Frauenfrieden“, das in Schweden schon seine Effizienz bewiesen hat, auf junge männliche Prostitutionsopfer auszuweiten und es außerdem in der gesamten EU anzuwenden. Die Europäische Union muss dazu all ihre Institutionen bemühen. Da im Moment noch kein Gesetzestext existiert, könnte Deutschland der Schlüssel des Erfolgs oder des Scheiterns dieses Änderungsversuchs sein. Denn wenn ein solch großes, reglementaristisches Land seine Gesetzgebung, dem Beispiel Schwedens folgend, ändern würde, hätte das enormen Einfluss auf die Nachbarländer und die Entwicklung würde sehr schnell vorangetrieben. Europa könnte so innerhalb seiner Mitgliedsstaaten und im Rest der Welt Respekt vermitteln. Die Prinzessin Europa aus der griechischen Mythologie, entführt von einem in einen Stier verwandelten Zeus, könnte beweisen, dass sie imstande ist, auch die größten Herausforderungen zu meistern und jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, dem gefährlichen Treiben der vielen „Zeus' von heute“ ein Ende zu setzen.

Die Gleichheit der Geschlechter und Grundrechte sind Teil unseres europäischen Traums. Dieser wird sich aber erst dann erfüllen können, wenn wir das Gesetz „Männer- und Frauenfrieden“ verabschiedet und in ganz Europa, unserem Kontinent, umgesetzt haben.

1) nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation (IMO)



New comment:

Es dürfen keine Inhalte und/oder Äußerungen veröffentlicht oder übermittelt werden, die gegen rechtliche Bestimmungen verstoßen, insbesondere beleidigenden Charakters und/oder die gewaltverherrlichender und/oder diskriminierender Art sind. Hierunter fallen auch: Volksverhetzung durch Verbreitung von Schriften verfassungswidriger Organisationen, die Verbreitung gewaltverherrlichender Schriften, Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung sowie Anstiftung zur Piraterie. Alle Einträge mit werblicher oder kommerzieller Ausrichtung seitens der Teilnehmer sind untersagt.
Génération 112 behält sich außerdem vor, Beiträge, die bedenkliche Inhalte oder private Daten, Internetadressen, Postanschriften oder E-Mailadressen beinhalten, zu löschen.