Gewidmet all jenen, die sagen: „Das geht mich nichts an“.
"Wer bist du?", fragt ihn der Teufel
"Ich bin Plebejer von Geburt an und all die Leidenden sind meine Brüder. Oh, wie hässlich die Welt ist und wie unglücklich die Menschen sind!", antwortet ein junger Mann, der versucht seinen Gleichgesinnten zu helfen, denen es schlecht geht.
Damit ihm das gelingt, muss er die Stufen einer Treppe erklimmen, die ihn zu den „Prinzen und Prinzessinnen“ führt. Dies ist der einzige Ausweg, der dem jungen Mann noch bleibt. Der Wächter der Prinzen ist jedoch der Teufel und der verlangt bei jeder Stufe Lösegeld, damit der junge Mann weitergehen kann. Nicht nur mit Gold, sondern auch, indem er ihm seine Sinne gibt, kann der junge Mann den Teufel bestechen. So gibt er ihm sein Gehör und hört nun das Volk nicht mehr vor Verzweiflung schreien. Der junge Mann verschenkt auch sein Augenlicht uns sieht das Elend seiner Mitbürger nicht mehr. An der letzten Stufe angekommen, verlangt der Teufel sein Herz und sein Gedächtnis. Und jetzt, wo der junge Mann oben bei den Prinzen angekommen ist, sieht er die Welt mit anderen Augen. Er vergisst, woher er eigentlich kommt und warum er zum Teufel kam. Seiner Meinung nach schreit die Menge unten jetzt vor Freude. Denn der junge Mann ist selbst ein Prinz geworden.
„Ich bin Prinz seit meiner Geburt und die Götter sind meine Brüder. Oh, wie schön die Welt ist und wie glücklich die Menschen sind!“.
Diese Erzählung wurde von einem jungen bulgarischen Schriftsteller einen Monat vor seinem Tod im Alter von 25 Jahren geschrieben und ist auch heute noch aktuell.
Dass das Prinzip der Chancengleichheit nur mit Einschränkungen gilt, setzt dem Vertrauen der jungen Europäer in die Zukunft sehr zu. Wirtschaftlich, politisch oder ganz einfach „beziehungstechnisch“ wird so sogar das Prinzip der Gleichheit in Frage gestellt. Von Rom bis Athen und von Sofia bis Bukarest werden die Forderungen der jungen Europäer immer klarer. Die Etablierung eines gerechten und unparteiischen Gesellschaftsmodells ist heute eine der größten Herausforderungen für Europa.
Genau auf diese Dynamik und auf diese Veränderung wird die Hoffnung gesetzt. „Den Himmel erreicht man nicht mit einem Sprung aber wir bauen die Treppe, um ihn zu erreichen“ würde Josiah-Gibbert Holland sagen. Europa muss dieses Verlangen nach Veränderung begleiten und unterstützen.
Wir von Generation 112 möchten dem bulgarischen Autor der Geschichte, Hristo Smirlenski, sehr gerne eine Antwort geben und sagen: „Ja, das betrifft auch Europa!“